Unsere Methodik

Wie erfolgt die Treatfair-Prüfung und was genau wird geprüft? Ziel der Prüfungsmethodik ist die valide Erhebung der Mitarbeiterzufriedenheit sowie der untersuchten Arbeitsfacetten. Unser Ergebnis soll aber keine Momentaufnahme darstellen, die nur angibt, wie zufrieden die Mitarbeiter zum Zeitpunkt einer Befragung sind. Deshalb nehmen wir die einzelnen Faktoren, die für die Zufriedenheit der Angestellten wichtig sind, einzeln unter die Lupe. Denn diese Arbeitsfacetten sind das Fundament der entstehenden Mitarbeiterzufriedenheit.

 
 
© Tillmann Persicke

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Allgemeine Arbeitszufriedenheit und Arbeitsfacetten

Durch die separate Erhebung einerseits der generellen Mitarbeiterzufriedenheit sowie andererseits der einzelnen Faktoren für Zufriedenheit ist es für alle Außenstehenden wie beispielsweise für Bewerber oder anderen interessierten Ärztinnen und Ärzten möglich, die Arbeitsbedingungen in der Abteilung deutlich besser einschätzen zu können. Bewerberinnen und Bewerber können dann bereits vor einer Einstellung ihre Anforderungen an den Arbeitsplatz mit den vorhandenen Arbeitsbedingungen vergleichen und anhand der eigenen Präferenzen die neue Arbeitsstelle wählen. Mit anderen Worten ermöglichen wir mit dieser Transparenz, dass ein „Topf“ seinen passenden „Deckel“ finden kann.


Eingesetzte Werkzeuge zur Beurteilung der Arbeitsfacetten

Die Mitarbeiterzufriedenheit sowie die Arbeitsfacetten werden auf einer Skala bis 10 standardisiert bewertet, wobei 5,5 die Trennlinie zwischen positiver (Bewertung > 5,5) und negativer Bewertung (Bewertung < 5,5) darstellt. Die Mitarbeiterzufriedenheit wird anhand der Online-Mitarbeiterumfrage und den semistandardisierten Interviews ermittelt. Die Arbeitsfacetten werden zunächst anhand der Mitarbeiterumfrage beurteilt. Dabei werden die Items standardisiert gewichtet. Im Anschluss wird die Beurteilung durch die Arbeitgeberangaben modifiziert. Im dritten Schritt kann die Beurteilung einer Arbeitsfacette durch Kontrollfragen im Audit korrigiert werden. Hier führen beispielsweise widersprüchliche Informationen zu einer Negativkorrektur der Beurteilung. Bei positiven Aspekten, die inhaltlich nicht in der Mitarbeiterumfrage oder den Arbeitgeberunterlagen abgedeckt sind, kann eine Hochkorrektur erfolgen.

© Pexels.com

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© Screamenteagle/Pixabay.com

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Abteilungs-Attraktivität

Zur Beurteilung der Abteilungs-Attraktivität wurde ein spezielles Diagramm konzipiert, welches die Anforderungen an eine Abteilung aus Sicht einer ärztlichen Mitarbeiterin oder eines ärztlichen Mitarbeiters widerspiegelt. Es besteht aus den fünf Achsen Mitarbeiterzufriedenheit, Führungskultur, Arbeitsbedingungen, Weiterentwicklung und Work-Life-Balance. Diese sind Oberbegriffe, zu denen verschiedene Arbeitsfacetten und zusätzliche Aspekte subsummiert wurden: Mitarbeiterzufriedenheit: Gesamtzufriedenheit und Freude an bzw. Sinn in der Tätigkeit. Führungskultur: Mitarbeiterorientierung, Fairness und Wertschätzung. Arbeitsbedingungen: Arbeitsbelastung, Zeit für Patienten, Arbeitsatmosphäre und Vergütung. Weiterentwicklung: Weiterbildung und Karrierechancen. Work-Life-Balance: Arbeitszeitgestaltung und Selbstbestimmung.


Gesamtprüfungspunkte

Neben der Bewertung der Arbeitsfacetten werden Gesamtprüfungspunkte vergeben. Insgesamt können maximal 100 Gesamtprüfungspunkte erreicht werden. Von diesen werden bis zu 55 anhand der Mitarbeiterumfrage vergeben, wobei die Maximalpunktezahl von 55 Punkten vergeben würde, wenn alle Befragten alle Items mit der positivsten Antwort beantworten würden. 0 Punkte würden entsprechend bei Beantworten aller Items durch alle Befragten mit der negativsten Antwort vergeben. Die restlichen 45 Prüfungspunkte werden nach Bewertung der Arbeitgeberunterlagen (bis 25 Punkte) und im Audit (bis 20 Punkte) vergeben.

 

© Quince Media/Pixabay.com

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